Menschenkinder sind Traglinge

 

 

Babys und Kleinkinder, die in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe sitzen, sind aus dem heutigen Straßenbild kaum noch wegzudenken.

Vieles spricht dafür, die Kleinen tragend bei sich zu haben...

 

... mithilfe des Tragens wird das Grundbedürfnis nach Körperkontakt problemlos befriedigt

... die Bindung zwischen Eltern und Kind wird verstärkt

... im Allgemeinen schreien getragene Babys seltener

... mit dem Baby im Tuch oder in der Trage lässt sich der Alltag besser bewältigen

... Tragen fördert die motorische Entwicklung des Kindes

... Tragen ist Training - gut gebunden stärkt es die Rückenmuskulatur der tragenden Person

 

 

 

40 Wochen war das Baby im Bauch der Mutter. Es war umgeben und geschützt von ihr. Nach der Geburt ist dann plötzlich alles anders. Kein Wunder also, dass Babys die Nähe zu Mama oder Papa suchen und so dringend brauchen. Auf dem Arm fühlen sie sich sicher, denn die Nähe kennen sie.

Das Bedürfnis getragen zu werden ist also angeboren - bei unseren nächsten Verwandten, den Affen, wird das Affenbaby ununterbrochen von der Mutter getragen. Es klammert sich im Fell fest. Der menschliche Säugling kann sich nicht festklammern - das Bedürfnis ist aber dasselbe.

So können wir heute in vielen Kulturen beobachten, dass das Tragen von Säuglingen und Kleinkindern ganz selbstverständlich praktiziert wird. In der westlichen Welt ist das Tragen erst seit den 1970er Jahren wieder auf dem Vormarsch.